Im Guten liegt ewige Lebenskraft

Sagt Susanna Orelli-Rinderknecht, eine der grössten Sozialreformerinnen der Schweiz.

Sie prägte die Gastrolandschaft um die Jahrhundertwende in Zürich – 19./20. Jahrhundert – nachhaltig, mit alkoholfreien Getränken und sehr preiswerten Menüs.

Durch ihren einjährigen Aufenthalt im Welschland knüpfte Sie Kontakte zu namhaften Köpfen der Abstinenzbewegung. Inspiriert davon, setzte Sie die Leitlinien in ein tragfähiges Konzept von Gastbetrieben um, mit alkoholfreien Getränken und sehr preiswerten Menüs.

Nach etlichen Jahren in der Betriebskommission blickte Sie auf die Realisierung von 10 Betrieben zurück, darunter das Hotel Zürichberg oder das Karl der Grosse – und beschäftigte rund 400 Mitarbeiterinnen.

Obschon Susanna Orelli eine ausgesprochen pragmatische und Hands-on Mentalität hatte, verlieh man ihr 1919 die Ehrendoktorwürde in Medizin. Einer „Förderin des Volkswohls“. Susanna Orelli förderte nicht nur das Wohl der Gäste, sondern auch der Mitarbeiterinnen – 8 – 10 Stunden Tag, zweijährige betriebliche Weiterbildung oder Rente für ehemalige Mitarbeiterinnen. Zudem Stand Sie dafür ein, dass Frauen überhaupt einer beruflichen Tätigkeit nachgehen konnten.

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